Werte schaffen

Die Zürcher Kantonalbank ist die Bank der Zürcherinnen und Zürcher.

Die nahe Bank

Als selbständiges, öffentlich-rechtliches Unternehmen des Kantons sind wir die Bank der Zürcherinnen und Zürcher. Fast die Hälfte der Privatpersonen und Unternehmen zählt zu unseren Kundinnen und Kunden. Wir sind regional verankert sowie national und international vernetzt.

1870 gegründet

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts versorgen wir die Bevölkerung und Unternehmen mit Finanz­dienst­leistungen und nehmen unseren gesetzlichen Auftrag wahr.

AAA-Rating

Als einzige Schweizer Bank und einzige Universalbank der Welt verfügen wir über die höchstmögliche Bonitätseinstufung der drei wichtigsten Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s.

5’906 Mitarbeitende

5’906 Personen arbeiteten in 5’117 Vollzeit­stellen für die Zürcher Kantonalbank. Mit 417 Ausbildungs­plätzen sind wir eine der grössten Ausbildungs­stätten im Kanton Zürich.

50% Marktdurch­dringung

Für fast die Hälfte der Zürcherinnen und Zürcher sowie der hier ansäs­sigen Firmen sind wir die Bank erster Wahl. Damit nehmen wir die führende Position im Kanton ein.

131 Mio. für Engagements

Für Unterstützung in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt im Kanton haben wir im letzten Jahr 131 Millionen Franken eingesetzt. Mit 140 Sponsorings leisten wir einen aktiven Beitrag zu einem lebens­werten Kanton Zürich.

163,9 Mia. Bilanzsumme

Gemessen an der Bilanz­summe von 163,9 Milliarden Franken sind wir die viert­grösste Bank der Schweiz. Dies, obwohl wir haupt­sächlich im Wirtschafts­raum Zürich tätig sind.

Nr. 3 im Fondsmarkt

Mit knapp 160 Milliarden Franken «Assets under Management» ist Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank die dritt­grösste Fonds­anbieterin der Schweiz.

CO2-neutral

Unsere Zielsetzung bis 2022: 15 Prozent weniger CO2-Emissionen gegenüber 2016. Nicht vermeid­bare CO2-Emissionen kompen­sieren wir zu 100 Prozent.

Ein Blick zurück auf unsere Geschichte

Während des fast 150-jährigen Bestehens entwickelte sich die Zürcher Kantonalbank von der ersten Filiale mit wenigen Mitarbeitenden zu einer system­relevanten Universalbank. Dabei haben wir stets unseren Gründungszweck verfolgt: Eine Bank für alle Zürcherinnen und Zürcher zu sein.

Übersicht der Dekaden

1950er Jahre

Wirtschaftswunder
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzt allmählich ein Wirtschaftswachstum ein. Die Modernisierung umfasst alle Lebensbereiche. Der Alltag der Menschen verändert sich rasant. Grund dafür sind wachsender Wohlstand, mehr Freizeit, Mobilität und eine grössere Vielfalt an Waren und Angeboten.

1970er Jahre

Grünes Gewissen
Der Ölpreisschock Mitte der 70er Jahre läutet das Ende der Hochkonjunkturphase ein. Die Gesellschaft hat sich neuen Ideen gegenüber geöffnet, es entwickelt sich ein Bewusstsein für die Umwelt. Märkte liberalisieren sich, der Wettbewerb wird härter. In der globalen Wirtschaft beginnt die Epoche flexibler Wechselkurse.

1990er Jahre

World Wide Web
Der Kalte Krieg ist zu Ende, die internationale Verflechtung nimmt weiter zu. Der Wohlstand hingegen wächst langsamer, die Schweiz ist in Europa zunehmend wirtschaftlich isoliert. Internet und Handy verändern den Alltag, auch in der Arbeitswelt. Informationen und Güter werden vom Wohnzimmer aus zugänglich.

2010er Jahre

Digitale Neuordnung
Die technologischen Möglichkeiten und gewaltige Datenmengen haben die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten verändert. Nicht mehr harte Arbeit, sondern Bildung und Innovationskraft werden als Schlüssel zum Wohlstand gesehen. Praktisch alle Aspekte des täglichen Lebens sind nun auf irgendeine Weise mit der digitalen Welt verbunden.

Geschichte der ZKB
1860

1869 – Johann Jakob Keller (1823–1903) war der Sohn eines Heimwebers und Kleinlandwirts aus Fischenthal. Der Unternehmer und demokratische Politiker entwickelt die Grundidee der Staatsbank mit. Im Verfassungsrat erarbeitet er das Kantonalbankengesetz, das am 7. November 1869 angenommen wird.

1870

1870 – Am 15. Februar öffnet die erste Filiale ihre Türen mit zehn Mitarbeitenden im leer stehenden Zeughaus am Paradeplatz, genannt Feldhof.

1872 – Die Zürcher Kantonalbank eröffnet ihre Pfandleihkasse. Bis heute gewährt sie Darlehen gegen Hinterlegung von Wertgegenständen.

1880

1888 – Die Zürcher Kantonalbank lebt ihre Rolle als «Bank der kleinen Leute». So verzichtet sie etwa auf Zinsaufschläge bei verspäteter Zahlung, nachdem eine Reblaus-Epidemie den Zürcher Winzern zugesetzt hat.

1890
1900

1902 – Der Gewinn der Zürcher Kantonalbank, bislang einzig in den Reservefonds einbezahlt, geht nun in Teilen auch an die Staatskasse und den kantonalen Hilfsfonds. Genossenschaften erhalten neu Darlehen zu günstigeren Zinsen.

Bis 1907 – Die Bank druckt eigene Noten. Das Filialnetz wird ausgebaut, es entstehen neu sogenannte Agenturen. Die Bank hat mittlerweile 193 Mitarbeitende.

1910

1910 – Zur Förderung des Sparens dienen die bereits um 1900 zahlreich bestehenden Einnehmereien. Rückzahlungen aus Sparheften erfolgen nur in der Hauptbank und in den Filialen. Die abgebildete Form der Kässeli ist um 1910 das modernste und aus Nordamerika stammende Modell.

1920

1920 – Die Zürcher Kantonalbank unterstützt den gemeinnützigen Wohnungsbau im grossen Stil. Grundlage dafür bildet eine Anpassung des Kantonalbankgesetzes.

1929 – Bereits ab den 1920er Jahren wurden vereinzelt Schreibmaschinen verwendet. 1929 gibt es im Hauptsitz 67 Schreibmaschinen bei 302 Bediensteten.

1930
1940

1945 – Die Produktpalette der Zürcher Kantonalbank wird um Ehestandsdarlehen erweitert. Diese erlauben es jungen Paaren, eine eigene Wohnung einzurichten.

1947 – Die Bank erhält ihr erstes eigenes Logo. Wie es sich nach damaliger Ansicht für eine Zürcher Staatsbank gehört, ziert ein Löwe die Bildmarke.

1950
1960

1964 – Ein erster Teil des neuen, noch heute bestehenden Hauptsitzes wird bezogen und eine allererste EDV-Anlage in Betrieb genommen. Der Rest des Hauptsitzes an der Bahnhofstrasse wird 1970 fertiggestellt. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

1969 – Die Zürcher Kantonalbank installiert die ersten Bancomaten in Zürich, Winterthur und Oerlikon.

1970

1970 – Die Zürcher Kantonalbank gewährt erstmals Kleinkredite für Unternehmen und Kredite auf Salärkonti. Im ersten Jahr vergibt sie auf diese Weise insgesamt fast eine Million Franken.

1975

1978 – Der Kanton Zürich erlässt ein neues Kantonalbankgesetz. Erstmals wird die Bank gesetzlich dazu angehalten, einen «angemessenen Gewinn» zu erzielen.

1979 – Neu wird ein Energiesparkredit zu günstigen Konditionen angeboten. Er ermöglicht die Sanierung bestehender Bauten und belohnt so Bemühungen um das Energiesparen.

1980

1980 – Kredite für gewerbliche und industrielle Bauten sowie Privatkredite nehmen zu, ebenso das Akkreditiv- und Garantiegeschäft.

1981 – Der Verband Schweizerischer Kantonalbanken führt für seine Mitglieder ein gemeinsames Logo ein, das jeweils farblich auf die einzelnen Banken angepasst wird. Auch die Zürcher Kantonalbank erhält damit ein neues Erscheinungsbild, in Züri-Blau.

1985
1990

1991 – Die Bank setzt erstmals einen Umweltbeirat ein. 2004 ersetzt ihn der Nachhaltigkeitsbeirat.

1995 – Eine erste Website der Zürcher Kantonalbank erscheint. 1996 installiert die Bank einen Internet-Corner, bereits ein Jahr später startet sie mit Online-Banking.

1995

1998 – Erstmals schüttet die Zürcher Kantonalbank einen Teil ihres Gewinns an die Gemeinden des Kantons aus.

2000

2002 – Die Zürcher Kantonalbank wird Hauptsponsorin des Zoo Zürich sowie des ZVV-Nachtnetzes. Damit fördert sie den öffentlichen Verkehr sowie nachhaltige Mobilität und ermöglicht gefahrloses Nachhausekommen spätabends.

2005

2005 – Die klassischen Schalter sind Geschichte, das Zwei-Zonen-Modell wird eingeführt. Einfache Geschäfte können in der Automatenzone erledigt werden, persönliche und umfassende Beratung findet in der anderen Zone statt.

2006 – Der Gold-ETF wird geschaffen. Der an der Börse gehandelte Investmentfonds erlaubt es, in das vor allem in Krisenzeiten beliebte Edelmetall zu investieren, ohne einen physischen Kauf zu tätigen.

2010

2010 – Schweizer Unternehmen spüren die Folgen der Finanzkrise. Die Zürcher Kantonalbank gewährt 3 Milliarden Franken zusätzliche Kredite und erhöht die Limiten an Unternehmen um 1,5 Milliarden auf 28,7 Milliarden Franken.

2013 – Die Schweizerische Nationalbank stuft die Zürcher Kantonalbank als systemrelevant ein, dies aufgrund ihrer Rolle als Marktführerin im wirtschaftsstärksten Kanton der Schweiz. Die Bank muss nun strengere Anforderungen in Bezug auf Eigenmittel und Liquidität erfüllen.

2015

2015 – Die Swisscanto, mit ihrer Fondsleitung, geht in den Besitz der Zürcher Kantonalbank über. Swisscanto war zuvor ein gemeinschaftliches Unternehmen verschiedener Kantonalbanken. Neu sind die Swisscanto Gesellschaften in den Konzern der Zürcher Kantonalbank integriert. Die Swisscanto verwaltet zum Zeitpunkt der Übernahme rund 42,1 Milliarden Franken Vermögen, aufgeteilt auf über 120 Fonds.

2020

150-Jahr-Jubiläum

Gemeinsam Begegnung schaffen

Seit bald anderthalb Jahrhunderten ist die Zürcher Kantonalbank die nahe Bank für Bevölkerung, Gewerbe, Industrie und Behörden. Wir laden alle ein, mit uns diesen runden Geburtstag zu feiern.

Im Juli 2017 hat die Zürcher Kantonalbank mit einer Ankündigung für Überraschung gesorgt. Für einmal betraf sie nicht das Kerngeschäft der Bank, sondern einen Geburtstag: Die Zürcher Kantonalbank feiert im Jahr 2020 ihr 150-Jahr-Jubiläum. Unter dem Motto «Gemeinsam Begegnung schaffen» unterstreicht die Bank ihre Verbundenheit zu Stadt und Kanton. Sie feiert dies mit drei Projekten: einer temporären Seilbahn – der ZüriBahn –, die das rechte Seeufer mit dem linken für fünf Jahre verbindet, einem ErlebnisGarten auf der Landiwiese und einer ZeitReise durch die Geschichte der Bank und des Kantons.

Die Zürcher Kantonalbank versteht sich als verbindendes Element zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, Stadt und Land, Tradition und Moderne. So sollen die Jubiläumsaktivitäten die Begegnung zwischen Menschen möglich machen und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden. Mit ihren Jubiläumsaktivitäten will die Zürcher Kantonalbank Impulse für einen lebendigen und fortschrittlichen Kanton Zürich setzen.

Chronik des Kantons

Meilensteine in der Geschichte des Kantons Zürich

1844–1868 Der Politiker und Wirtschaftsführer Alfred Escher prägt die Entwicklung Zürichs. Der Eisenbahnbau, die Gründung von Banken und Versicherungen sowie Handelsbeziehungen nach Übersee fördern den Aufstieg Zürichs zur schweizerischen Wirtschaftsmetropole.

1869 Die neue Kantonsverfassung, die das repräsentative System von 1831 ablöst, führt direktdemokratische Elemente wie Referendum und Initiative ein und berücksichtigt auch sozialpolitische Anliegen. Die Regierung besteht fortan aus sieben Mitgliedern und wird vom Volk gewählt.

1893 Durch die Eingemeindung von 11 Vorortsgemeinden wird Zürich zur Grossstadt (mit rund 121 000 Einwohnern Mitte 1894). Nach zwei Jahrzehnten mit einem raschen Wachstum erreicht die Stadt Zürich bereits im Jahr 1912 die Marke von 200 000 Einwohnern.

1918 Zürich bildet am Ende des Ersten Weltkriegs einen Hauptschauplatz des landesweiten Generalstreiks, der zwar nach drei Tagen abgebrochen wird, in der Politik und Gesellschaft aber noch lange nachwirkt.

1934 Bei der zweiten Eingemeindung werden noch einmal acht Vorortsgemeinden mit der Stadt Zürich vereinigt. Bis 1960 wächst die Einwohnerzahl der Stadt auf rund 440 000 an.

1939 In Zürich findet die grosse Schweizerische Landesausstellung (die «Landi») statt, die von mehr als 10 Millionen Gästen besucht wird. Die Ausstellung spielt eine wichtige Rolle für die Stärkung des Unabhängigkeits- und Selbstbehauptungswillens des Schweizer Volkes vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

1939–1945 Zürich und die Schweiz bleiben im Zweiten Weltkrieg verschont. Kurz vor Kriegsende wird das Strickhofquartier in Zürich irrtümlich von amerikanischen Flugzeugen bombardiert.

1946 Winston Churchill besucht Zürich und hält hier seine berühmte «Zürcher Rede», in der er von einem vereinigten Europa spricht.

1948 Der Betrieb des Interkontinentalflughafens Zürich-Kloten wird aufgenommen. Fünf Jahre später findet die offizielle Einweihung der Flughafenanlage statt.

1962 Die Einwohnerzahl des Kantons übersteigt die Millionengrenze. Zürich hat schon ein paar Jahre zuvor den Kanton Bern als bevölkerungsstärksten Kanton der Schweiz abgelöst.

1966 Zwischen Zürich-Wollishofen und Richterswil wird das erste Autobahnteilstück im Kanton Zürich eröffnet.

1968 Die europaweiten Jugendrevolten manifestieren sich in Zürich im «Globuskrawall».

1970 Die (männlichen) Zürcher Stimmbürger erteilen den Zürcherinnen das Stimm- und Wahlrecht auf kantonaler Ebene.

1980 Eine Demonstration gegen den Renovations­kredit für das Opernhaus gerät zum «Opernhauskrawall» und löst die Jugendunruhen aus.

1990 Die Zürcher S-Bahn nimmt ihren Betrieb auf. Auf 380 Schnellbahn-Kilometern werden täglich Hunderttausende von Pendlern und Reisenden im Kanton Zürich und den angrenzenden Regionen transportiert.

2000 Die Einwohnerzahl des Kantons erreicht 1,25 Millionen. Von den 171 Gemeinden des Kantons weisen neben den grossen Städten Zürich und Winterthur noch weitere 23 Gemeinden mehr als 10 000 Einwohner auf. Das Wachstum findet vor allem in der Agglomeration Zürich statt.

2006 Das Stimmvolk nimmt eine neue Kantonsverfassung an, die jene von 1869 ablöst. Sie beginnt mit folgender Präambel: «Wir, das Volk des Kantons Zürich, in Verantwortung gegenüber der Schöpfung und im Wissen um die Grenzen menschlicher Macht, im gemeinsamen Willen, Freiheit, Recht und Menschenwürde zu schützen und den Kanton Zürich als weltoffenen, wirtschaftlich, kulturell und sozial starken Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft weiterzuentwickeln, geben uns die folgende Verfassung …»

2010 Archäologen stossen bei einer Rettungsgrabung vor dem Zürcher Opernhaus auf prähistorische Funde, die Hinweise auf Pfahlbauerdörfer aus der Stein- und Bronzezeit geben. So zum Beispiel eine Holztüre, die 5100 Jahre alt sein dürfte und sehr gut